Die Leichtigkeit der SMALL TALK PORTRAITS
Aus dem Moment heraus


Small Talk zeichnet sich durch eine gewisse Leichtigkeit aus, einen unbeschwerten Moment. Man trifft auf jemanden, tauscht einen Blick und kommt wie beiläufig ins Gespräch.
Und manchmal ist da 'Etwas', das uns fast überrascht und unsere instinktive Aufmerksamkeit weckt. Nicht zu erklären und unmöglich zu leugnen. Wir erleben es mit Orten, Musik, Bildern, Düften … und natürlich mit Menschen. Es kann eine Geste sein, eine Haltung oder ein Tonfall, der uns auf diese Weise anspricht.
Oder ein flüchtiger Augen-Blick. So entstand diese Serie.
Als ich nach langer kreativer Reise wieder in meine eigene Schaffenswelt eintauchte, war es das Portrait, das dort unbeirrt auf mich wartete. Meine Liebe zu diesem Genre hatte sich inzwischen ausgeweitet, und ich kehrte mit neuen Ideen und Visionen an die Staffelei zurück. So viele interessante Techniken und Materialien schwebten darin herum – und ich dachte, ich müsste sie erst lernen, bevor ich überhaupt anfange. Ist das nicht wunderbar, wie man sich täuschen kann?
Tatsächlich sträubt sich alles in mir dagegen, ohne Inspiration oder einen Schaffensimpuls zu malen oder zu zeichnen. Und so faszinierend neue Techniken auch sind, konnte ich sie nicht trainieren, nichts malen oder zeichnen, was in mir keine Begeisterung auslöste. Zuerst muss dieser 'Funke' da sein; die Techniken folgen im Prozess naturgemäß. Also änderte ich meine Prioritäten, schmiss alles 'Sollen' und 'Müssen' über Bord und erlaubte mir, mit dem zu gehen, was mir im jeweiligen Moment Freude macht. Es hatte etwas Befreiendes. Und es wurde zu einem grundlegenden Versprechen, in jedem einzelnen Schritt nur aus Freude und Liebe heraus zu schaffen.
An den neu begonnenen Portraits hatte mich aktuell eigentlich nur die Augenpartie interessiert. Auf einmal machte es keinen Sinn mehr, den Rest zu zeichnen und zu malen: Wenn es gerade Augen sein sollen, wunderbar! Mal sehen, wohin es führt. Und so fing ich an, frei herumzuspielen mit dem, was mich glücklich machte und gerade zur Verfügung stand: die ungenutzten handgeschöpften Aquarellblätter, die ich so hübsch fand, mir aber eigentlich zu rau waren … das Gesso, das ich eben erst zwecks Grundierung auf Leinwänden ausprobiert hatte. Dazu der Graphit, der noch für Zeichenübungen in Griffnähe lag und auf der neu entstandenen Fläche ganz wunderbar lebendige Striche hinspuckte – alles fügte sich spontan für diese Momentaufnahmen, diesen flüchtigen, ungeplanten Augen-Blick der auch auf dem Papier stattfindet. Mit Augen, in denen ich etwas Besonderes gesehen hatte: eine Stimmung, etwas Lebendiges, das hinter allem durchschimmert.
Alles entwickelte sich vollkommen natürlich, ungeplant und echt. Wenn die Bilder nur einen Bruchteil meiner Freude und Lebendigkeit während der Arbeit transportieren ...
Schließlich verstand ich auch, dass die SMALL TALK PORTRAITS meine Art sind, sich dem Portrait wieder anzunähern. Smalltalk ist unbeschwert, leicht und frei. Es ist ein spielerisches Entdecken und eine Aufforderung, mit dem jeweiligen Moment nicht nur einverstanden zu sein, sondern ihn zu genießen und zu feiern. Keine Erwartungen, nur Neugier. Kein fernes Ziel, kein Zeitdruck, sondern nur dieser eine Moment, aus dem heraus sich etwas Einzigartiges ergibt und möglicherweise sichtbar wird. Vollkommene Reduzierung auf Essenzielles. Keine Farbe, nur der Graphitstift, nur ein Auge, nur für den Moment. Für diesen Moment:
Hello, Portrait! Welcome home, let's start with Smalltalk.
26 Motive. Auf einen Blick im Portfolio.

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